Projektzeitraum: 01.01.2020 bis 31.12.2020

Unsere Projektidee

Die Projektidee, die wir mit unserem Projekt Spielmobil erobert den Landkreis 2.0 verfolgt haben, ist die weitere Bekanntmachung und Etablierung der Spielmobilarbeit im Landkreis Göppingen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, noch mehr Kindern das Angebot dieses offenen Spielangebots zu ermöglichen.

Wir sehen in der Spielmobilarbeit einen wichtigen Baustein, um die Zielsetzungen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Göppingen zu erreichen.

„Kinder und Jugendliche werden von den Menschen im Landkreis mit ihren Interessen und Bedürfnissen akzeptiert und wertgeschätzt. Sie partizipieren an allen sie betreffenden Entscheidungen“ sowie

Der Landkreis Göppingen ist ein Ort gelebter Demokratie und Toleranz von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, ethnischen, sozialen Hintergründen und Lebensentwürfen…“

Wir hoffen durch die Spielangebote im Rahmen von Spielmobileinsätzen, können wir einen wertvollen dazu Beitrag leisten.

Unser Landkreis ist groß und vielfältig, wir wollen möglichst landkreisweit Spielmobilarbeit bekannt machen und umsetzen. In 2019 haben wir in der Stadt Geislingen gestartet, in 2020 wollten wir zusätzlich in einer eher ländlichen Kommune aktiv werden, um dadurch Vergleiche hinsichtlich der Ausgestaltung und der Rahmenbedingungen zu erlangen.

Umsetzung

Die Umsetzung unseres Projektes erfolgte in Dondzorf und in Geislingen.

In Donzdorf haben wir mit dem Donzdorfer Jugendring e.V. und dem Jugendbeirat der Stadt Donzdorf gut vernetzte lokale Akteure vor Ort als Kooperationspartner gewinnen können.

Wir haben uns hinsichtlich

  • Geeigneter Örtlichkeit für die Spielmobileinsätze
  • Öffentlichkeitsarbeit und
  • Betreuungspersonal

ausgetauscht und gemeinsam geplant.

Die Stadtverwaltung war über den Geschäftsstellenleiter des Jugendbeirats Simon Helmer mit einbezogen und im Austausch mit dabei.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten wir nicht wie geplant im Mai starten und auch der ursprünglich ausgewählte Ort für die Spielmobileinsätze konnte nicht genutzt werden. Aufgrund der zentralen Lage und der Sichtbarkeit für die Zielgruppe war dies der Schulhof der Grundschule, da dort aber Nachmittagsbetreuung stattfand, mussten wir ausweichen. Als Spiel-Ort wurde die Kastanienwiese im Stadtpark gefunden und bereitgestellt.

Die Öffentlichkeitsarbeit war von Anfang an wichtig und wurde umgesetzt mit Hilfe von Plakaten, über Facebook der Stadt Donzdorf, Instagram der Kooperationspartner, Infos im Gemeindeblatt, persönliche Werbung an den Schulen und Aufstellen von Beachflags vor Ort bei den Aktionen.

Es fanden in Donzdorf insgesamt 11 Einsätze mit 150 Kindern statt.

Die Betreuung wurde von Mitgliedern des Jugendbeirats, der Betreuergruppe des Donzdorfer Jugendring e.V. und unserer Bundesfreiwilligendienstleistenden durchgeführt.

 In Geislingen wurde gemeinsam mit dem Stadtjugendring Geislingen e.V. Spielmobileinsätze in den Geislinger Teilorten durchgeführt. Hier wurden bei 6 Einsätzen fast 130 Kinder erreicht. Durch das Projekt im letzten Jahr waren die Abläufe und die Zusammenarbeit klar.

Die Öffentlichkeitsarbeit fand über Plakate und soziale Medien statt. Die Resonanz vor Ort war zum Teil sehr hoch, weil die Spielmobilarbeit in Geislingen durch den Stadtjugendring und sein eigenes Spielmobil bekannt ist und vor Jahren in den Teilorten diese Einsätze regelmäßig stattfanden. Eltern, Kinder, Ortsvorsteher und andere Beteiligte waren begeistert und würden dieses Angebote gerne wieder verstetigen.

Alle Einsätze waren aufgrund des Hygienekonzepts nicht so offen, wie dies normalerweise der Fall bei Spielmobileinsätzen ist.

Die typische Zielgruppe sind Kinder ab 5-6 Jahren, aber genauso sind Kleinkinder, ältere Geschwister und Eltern/Großeltern/Erziehungsberechtigte bei den Spielmobilangeboten willkommen und machen die Aktionen zu bunten und vielseitigen Treff- und Spielorten. In diesem Jahr mussten wir Corona-bedingt eine Altersbeschränkung ab 6 Jahren vornehmen sowie eine Begrenzung auf höchstens 20 Teilnehmende.

Auch das Spielgeräte und Spielangebot war entsprechend an die Situation angepasst. Wir haben aufgrund der Corona Pandemie ein Seminar durchgeführt eigens zur Entwicklung von Spielen die möglichst kontaktlos stattfinden können und weniger Berührung bedürfen.

Die Betreuerinnen und Betreuer haben daran teilgenommen oder wurden hierzu gezielt vor Ort eingewiesen.

Resümee

Wir konnten trotz der Corona-bedingten Einschränkungen unsere Ziele weitestgehend erreichen.

Wir nehmen alle Erfahrungen aus den Einsätzen und die Rückmeldungen der Kinder und Eltern sowie die Ergebnisse aus den Reflexionen mit den Betreuenden aus Donzdorf und Geislingen mit und freuen uns auf weitere spannende, bunte und vielseitige Spielmobilaktionen im neuen Jahr im Kreis Göppingen.

Was uns besonders aufgefallen ist, war der Einsatz und das Engagement der Betreuenden vor Ort. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben mit viel Freude und Kreativität die Einsätze betreut und auch selbst unglaublich viel Spaß gehabt.

Wie geht es mit dem Projekt weiter?

 Aufgrund der Ergebnisse vor Ort und der Rückmeldungen aus der Zielgruppe, von den Eltern, den Betreuenden und den Kooperationspartnern soll die Reise durch den Landkreis weitergehen.

Wir wollen weiterhin in noch mehr Kommunen Spielmobilarbeit zeigen und gerne etablieren. Der Stadtjugendring in Geislingen ist vor Ort ein wichtiger Akteur. In Donzdorf hat die Reflexion mit dem Donzdorfer Jugendring e.V. und dem Jugendbeirat gezeigt, dass beide im nächsten Jahr gerne in Zusammenarbeit mit uns Spielmobileinätze anbieten möchte. Hier müssen Mittel für die Honorarkosten für die Ehrenamtlichen Betreuenden akquiriert werden.

Darüber hinaus wollen wir aufbauend aus den Ergebnissen der Auswertungen der Projekte eine Konzeption für die Spielmobilarbeit im Landkreis Göppingen entwickeln. Ein Ergebnis daraus soll eine Art Handreichung für die Kommunen und die lokalen Akteure sein, die Spielmobilarbeit und ihre Wirkung erklärt und die Möglichkeiten im Landkreis aufzeigt.